Familienforschung der Fam. Günter Johannes Hasebrink




Emule

 

Bedeutung und Herkunft des Namens

nach Joseph Hasebrink' "Hof und Familie Hasebrink"

 

 

Erstmalig erwähnt wird der Name 1453 in der alten Schreibweise "op de Havekesbrynke"
Im 16. Jahrhundert wurde das Gut dann wohl gewöhnlich (vorher ritterliches Gut) und "op dem Havekesbrincke", "Haffkesbrincke", "Haveckesbrincks" oder auch "up dem Haveckesbrincks" benannt.

1729 soll zum ersten male die Form "Hasebrinck" benutzt worden sein.
Dabei soll der Übergang von der alten Schreibweise zur jetzigen Form deutlich zu verfolgen sein, wenn es in einem Protokoll vom 24. November 1729 aus Essen heisst: "... unser guth auff dem Havekesbrink sive Hasebrink."
Dieselbe Wendung soll dann nochmals 1764 in einem Protokoll verwendet worden sein.

Somit hat sich die Wandlung des Namens von der damaligen Schreibweise in die Heutige, zwischen den 17. und 18. Jahrhundert vollzogen.
Gründe dafür könnten laut Joseph Hasebrink Bequemlichkeit, veranlasste Verkürzungen und Sprachbarieren sein.
Unserer Meinung nach könnten aber auch Dialekte für andere Schreibweisen gesorgt haben.
Noch heute erinnere ich mich gut daran, das, wenn meine Ur-Grossmutter mit ihrer Schwester sprach, Plattdeutsch sprachen und ich sogut wie kein Wort davon verstand.
Und beide stammen aus Gelsenkirchen, gleich neben Essen.

Für die Bedeutung des Namens müssen wir wider auf den ursprünglichen Namen Havekesbrynke / Havekesbrinck zurück greifen, da der jetzige Name Hasebrink eine ganz andere, falsche Auslegung gibt.

Den Namen Havekesbrynke kann man als einen Lokalnamen ansehen, der seiner Herkunft den Örtlichkeiten verdankt.
Nimmt man den Namen in zwei Teilen, so erhalten wir Havekes und Brynke / Brinck.

Havekes:
niederdeutsche Bezeichnung Havk für Habicht.
Aber auch im Westfälischen kommt die Bezeichnung in Städtenamen (Havixbeck,Havichhorst) und Familiennamen (Havekenschede,Haffkenscheid) vor.

Brynke / Brinck:
niederländische Bezeichnung für einen bewachsenen Hügel / Berg.
In Westdeutschland kommt die Entsilbe brink in mehr als 50 Ortsnamen vor, vorwiegent in Westfalen.

Fazit:
Das erste Gut der Familie lag auf einer Anhöhe, wo viele Habichte vorkamen.
Da der Besitzer eines Guts nach seinem Hof "op de Havekesbrynke" (auf dem Habichtsbrink) benannt wurde, entstand der Name.
Im laufe der Zeit verschwanden die Vorsilben und die Silben wurden immer mehr verschluckt, bis es schliesslich nur noch Hasebrink hies.

Einige "Familiensippen" haben allerdings auch noch andere Schreibweisen erhalten.
So findet man in Telefonbüchern durchaus auch Schreibweisen wie Hasenbrin(c)k, Haselbrin(c)k oder auch Variationen mit "g" am Ende.

 

 

Quelle: "Hof und Familie Hasebrink Essen-Karnap"
Ein Buch von Joseph Hasebrink, das 1966 bei Wilhelm Postberg, Bottrop erschienen ist und wir unser Eigen nennen dürfen.

 


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